Mein Montag

Montag Morgen, der 11. November. Nachdem der große Sohn nach einer langen Erkältung, die hauptsächlich aus einem richtig üblen Husten bestand, heute wieder zur Schule gehen will, könnte ich mich endlich prima an meine To-Do-Liste machen. Ich ergänze die Liste um drölfzig Punkte und übertrage Termine aus meinem Papierkalender in den elektronischen Kalender. Da bleibt wohl nicht mehr viel Woche übrig…

Der Hund hat einen undefinierbaren Allergieschub und einen Abszess hinterm Ohr und wir haben diese Woche endlich unseren Termin in der Tierklinik, nachdem ich mich von unserem regulären Tierarzt dezent über den Tisch gezogen fühle. Ich habe den elften (!) Zahnarzttermin des Jahres. Bis Ende der Woche muss ich einen Gemeindebrief erstellt haben. Und ein lang erwarteter und vielleicht zukunftsentscheidender Termin steht morgen drin. Allerdings müsste ich dazu einen vollständigen Lebenslauf vorlegen. Meinen Lebenslauf habe ich allerdings seit 12 Jahren nicht aktualisiert. Mein Gehirn blubbert schon ein bisschen…

In unserem Schlafzimmer haben wir am Wochenende unser altes Bett abgebaut. Vor 18 Jahren haben wir beide dieses Bett zusammen selbst gebaut und ein bisschen Wehmut ist jetzt dabei. Aber es reicht nun. Das neue Bett steht in seinen Kartons bereits im Flur und wartet darauf, zusammengebaut zu werden. Nur noch schnell streichen. Grün soll das Schlafzimmer werden. Ich freu mich drauf und hole den Farbeimer und den ganzen Kram zu abkleben. Immerhin liegt jetzt schon alles bereit. Aber die Zeit dafür fehlt…

Weil ich nicht weiß, wo ich zuerst hinlangen soll, ziehe ich mich an und beginne mit einem langen Spaziergang mit dem Hund. Das tut gut. Das Gehirn hört auf mit blubbern. Kurz nachdem ich zu Hause bin, kommt auch – Überraschung – der Mann zur Tür hereingeschossen. Achja, es ist St. Martin. Wir haben seit über vier Jahren kein Kind mehr im Kindergarten, aber wie jedes Jahr fragt der Kindergarten nach technischem Beistand für die Veranstaltung und der Mann packt seinen Technikkram zusammen. Er lädt den Kofferraum voll, geht in den Kindergarten aufbauen, fährt nochmal für drei Stunden ins Büro und nun sitzt er wieder im Kindergarten.

Der Farbeimer ist unangetastet. Ein, zwei Punkte der Liste konnte ich abhaken. Ich schreibe erstmal einen Blogbeitrag und mache ein weiteres Häkchen…

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