Zwei Wochen Schule daheim

Zwei Wochen zu Hause bleiben. Zwei Wochen Homeschooling, wie man das jetzt ganz modern nennt. Zwei Wochen zu Hause arbeiten… wir haben uns einigermaßen mit der Situation arrangiert. Die erste Woche fühlte sich sonderbar ruhig an. Morgens fanden sich die Kinder und ich am Esstisch ein und wir arbeiteten gemeinsam. Also wir versuchten es. In der zweiten Woche haben wir den Versuch abgebrochen. Keiner von uns konnte so wirklich konzentriert arbeiten. Eine unglaubliche Mailflut brach über uns herein. Bing. Bing. Bing… verteilt über die ganze Woche. Am Ende der Woche hatte ich 65 Mails der Schule im Posteingang und verlor den Überblick.

Das ganze hatte aber auch einen Vorteil: ich weiß nun endlich alle Fachlehrernamen und kann sie alle dem richtigen Kind und dem richtigen Fach zuordnen. Auswendig!

Heute gehen wir in die dritte Woche und die Schule ruderte zurück. Es ist halt für alle eine Ausnahmesituation, in der jeder auch sein persönliches Päckchen zu tragen hat. Und das soll nun berücksichtigt werden. Ab heute schicken die Lehrer nur noch Wochenpläne. Aufatmen. So geht das ganze gleich frustfreier und lässt sich besser planen. Da sogar die Sportlehrer Wochenpläne schicken, findet alle zwei Tage eine Stunde Sport auf unserer Terrasse statt 😉

Die Tochter skypt nun wöchentlich mit der Klavierlehrerin und findet diese Art Unterricht so großartig, dass sie das gerne so beibehalten möchte. Ich gehe zweimal in der Woche für uns und die Schwiegereltern einkaufen. Am Wochenende werkeln wir in Haus und Garten. Und die kleine Hunderunde am Abend ist auch drin. Wir kommen ganz gut klar. Nur einmal hatte ich kurz das Gefühl, ich werde jetzt gleich verrückt. Passenderweise glühte da abends der Himmel so schön und die Abendrunde mit dem Hund wurde spontan vergrößert. Dann gings wieder…

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