Wochenend-Wahnsinn

Wochenend-Wahnsinn

Das letzte Wochenende war unfassbar dicht. Kaum Zeit für eine Atempause. Wir hatten gleich zwei Veranstaltungen mit der Kirchengemeinde. Zur Erklärung: Der Mann und ich wuppen gemeinsam die verschiedensten Veranstaltungen bei uns – sowohl technisch als auch organisatorisch.

Am Samstag waren wir mit einem Essenstand auf einem großen Fest in unserem Stadtteil. Dort war ich nur bei den Vorbereitungen und beim Einkauf im Einsatz. Am Fest selbst konnte ich mich raushalten. Dafür hab ich an diesem Tag einen riesigen Topf Kürbissuppe gekocht. 25 Liter, und sie war echt lecker. Wenige Stunden später war sie leider gekippt und unbrauchbar. Zehn Kilo Kürbis, fünf Kilo Kartoffeln, ein Kilo Zwiebeln … für die Tonne. Die Suppe war bestimmt für unseren Erntedank-Gottesdienst. Die Kirche war voll. Mittagessen war angekündigt. Ich konnte das einigermaßen retten mit dem, was wir noch in der Tiefkühltruhe hatten. Nachdem die Sache gerettet war, hab ich mir einen Nervenzusammenbruch auf dem Küchenboden gegönnt. Ich war fix und fertig.

Nach einiger Recherche weiß ich jetzt, woran es gelegen hat: an der großen Menge. Ich habe es für unproblematisch gehalten, den heißen Topf die paar Stunden im 14 Grad kalten Keller stehen zu lassen. Aber die große Menge kühlt nur sehr langsam ab. Die Suppe befindet sich zu lange Zeit in einem Temperaturbereich, in dem Bakterien und anderes sich pudelwohl fühlen. Die Lösung ist, entweder über 60 Grad warm halten oder in kleinere Gefäße umfüllen und schneller runterkühlen. Unsere Lösung für nächstes Jahr wird aber sein: am Vortag alles schnibbeln, kühlen und am Veranstaltungstag morgens um 6 Uhr aufstehen und dann erst kochen. Wir sind ja lernfähig.

Herbst

Herbst

Da bin ich wieder.

Nach ziemlich langer Zeit habe ich hier aufgeräumt, die alten Beiträge erstmal alle ins Privat-Archiv geschickt, aber dabei festgestellt: Ich vermisse das Schreiben.

Also schreibe ich.

Im Moment genieße ich sehr den beginnenden Herbst – meine liebste Jahreszeit. Ich mag dieses Gefühl von Veränderung, wenn die Tage kürzer werden, die Luft kühler und morgens die Nebelschwaden über dem Wasser hängen. Es ist die Zeit, in der ich mich über Tee und Kerzen freue und darüber, dass ich wieder Stiefel und meine Lieblingsjacke anziehen kann.

Veränderung ist sowieso gerade ein gutes Stichwort. Viele Dinge haben sich hier geändert. Die Kinder sind inzwischen groß. Das erwachsene Kind ist vor kurzem in seine eigenen vier Wände gezogen, trifft Erwachsenen-Entscheidungen und lädt uns zu Kaffee und Kuchen ein. Verrückt… Nachdem er nun ausgezogen ist, wird auch hier im Haus gerade kräftig umsortiert und ein paar Zimmer bekommen eine neue Bestimmung. Und im Herbst geht es jetzt auch mit professioneller Hilfe dem Garten an den Kragen, den ich aus verschiedenen Gründen das ganze Jahr vernachlässigt habe.

Überhaupt ist gerade einiges in Bewegung. Schönes, Neues, aber auch Dinge, die nachdenklich machen. Das Älterwerden zum Beispiel fühlt sich plötzlich ein bisschen anders an, wenn die Elterngeneration nun gesundheitlich stark abbaut und die Rollen sich langsam verschieben. Aber darüber vielleicht ein anderes Mal…

Heute freue ich mich erst einmal darüber, wieder hier zu sein! Und darauf, wieder Geschichten zu erzählen. Kleine und große, banale und aufregende, schöne und weniger schöne … Momentaufnahmen eben aus meinem ganz normalen Leben.

Frau mit Facetten
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.