Archiv der Kategorie: Persönliches

Neue Wege

Der Herzschlag beschleunigt sich, als ich mein Postfach öffne. Da ist eine Antwort von meinem Berater und ein Termin – die ersten Schritte auf einem neuen Weg. Ich bin mir zwar sicher, dass ich mich auf diesen Weg machen will, habe aber noch ein wenig Angst, dass irgend ein Umstand, den ich bis jetzt nicht bedacht habe, mir noch einen Strich durch die Rechnung macht.

Also: sobald ich eine Unterschrift auf einem Papier habe, schreibe ich auch nicht mehr so kryptisch 😉

Der Tag…

Hier wird durchgestartet. Mehr Bewegung ist eines der Dinge, die ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe. Deshalb habe ich mir heute den Dackel geschnappt und war fast zwei Stunden draußen unterwegs. Das tat gut…

Allerdings ist Alwin hinterher so platt von der langen Runde, dass er danach erstmal den restlichen Tag in seinem Körbchen verschläft. Heute Abend wollte er nicht mal seine Abendrunde gehen.

Währenddessen hat der Mann den Beamer im Wohnzimmer wieder richtig angeschlossen und endlich können wir wieder Filme auf der Leinwand schauen. Ich habe den Baum rausgeschmissen und die Weihnachtssachen eingemottet – so früh wie schon lange nicht mehr. Aber das Weihnachtsgefühl wollte sich dieses Mal sowieso nicht wirklich einstellen. Und jetzt bin ich sehr auf Neuanfang eingestellt und scharre mit den Hufen. Der neue Teppich ist auch verlegt.

gelaufen: 12.000 Schritte

geschaut: mit der Tochter abends im Heimkino den ganz alten „Jumanji“

gegessen: Feldsalat mit Champignons, leider habe ich danach noch den Rest des Silvester-Tiramisus im Kühlschrank gefunden und die Kalorienbilanz war im Eimer. Aber dafür ist nun morgen kein Tiramisu mehr da.

gelernt: dass mein Handy seit dem letzten Update ohne mein Zutun und ohne mich darüber zu informieren alle Fotos im neuen heic-Dateiformat abspeichert und mein Photoshop das noch nicht lesen kann. Das ist sehr schade. Es hat mich kurz etwas Kopfzerbrechen gekostet, aber letztendlich habe ich meine Handybilder doch bearbeitet bekommen. Ich füge den Plänen für dieses Jahr hinzu: öfter die „richtige“ Kamera mitnehmen 😉

Hallo neues Jahr!

Ich hoffe, ihr hattet alle eine wundervolle Weihnachtszeit und seid gut im neuen Jahr gelandet. Wir sind es. Ich habe im alten Jahr viel in meinem Herzen bewegt. Alles in allem war es ein gutes Jahr. Es ging mir ziemlich oft gut. Ich habe mutige Schritte gewagt. Ich habe mir wichtige Menschen in mein Herz gelassen. Und ich habe mich andererseits abgegrenzt an Stellen, an denen das nötig ist. Insgesamt tut mir das alles gut, auch wenn mir mancher Rückzug sehr schwer fiel.

Im neuen Jahr wird vieles sehr neu für mich. Es gilt, den besonders in den vergangenen zwei Monaten gereiften Entschluss auch umzusetzen. Und ich freue mich auf den Richtungswechsel und den daraus folgenden ganz neuen Weg. Und das beste daran ist: es ist nur für mich!

Ich wünsche euch ein wundervolles Jahr 2020!

Mein Montag

Montag Morgen, der 11. November. Nachdem der große Sohn nach einer langen Erkältung, die hauptsächlich aus einem richtig üblen Husten bestand, heute wieder zur Schule gehen will, könnte ich mich endlich prima an meine To-Do-Liste machen. Ich ergänze die Liste um drölfzig Punkte und übertrage Termine aus meinem Papierkalender in den elektronischen Kalender. Da bleibt wohl nicht mehr viel Woche übrig…

Der Hund hat einen undefinierbaren Allergieschub und einen Abszess hinterm Ohr und wir haben diese Woche endlich unseren Termin in der Tierklinik, nachdem ich mich von unserem regulären Tierarzt dezent über den Tisch gezogen fühle. Ich habe den elften (!) Zahnarzttermin des Jahres. Bis Ende der Woche muss ich einen Gemeindebrief erstellt haben. Und ein lang erwarteter und vielleicht zukunftsentscheidender Termin steht morgen drin. Allerdings müsste ich dazu einen vollständigen Lebenslauf vorlegen. Meinen Lebenslauf habe ich allerdings seit 12 Jahren nicht aktualisiert. Mein Gehirn blubbert schon ein bisschen…

In unserem Schlafzimmer haben wir am Wochenende unser altes Bett abgebaut. Vor 18 Jahren haben wir beide dieses Bett zusammen selbst gebaut und ein bisschen Wehmut ist jetzt dabei. Aber es reicht nun. Das neue Bett steht in seinen Kartons bereits im Flur und wartet darauf, zusammengebaut zu werden. Nur noch schnell streichen. Grün soll das Schlafzimmer werden. Ich freu mich drauf und hole den Farbeimer und den ganzen Kram zu abkleben. Immerhin liegt jetzt schon alles bereit. Aber die Zeit dafür fehlt…

Weil ich nicht weiß, wo ich zuerst hinlangen soll, ziehe ich mich an und beginne mit einem langen Spaziergang mit dem Hund. Das tut gut. Das Gehirn hört auf mit blubbern. Kurz nachdem ich zu Hause bin, kommt auch – Überraschung – der Mann zur Tür hereingeschossen. Achja, es ist St. Martin. Wir haben seit über vier Jahren kein Kind mehr im Kindergarten, aber wie jedes Jahr fragt der Kindergarten nach technischem Beistand für die Veranstaltung und der Mann packt seinen Technikkram zusammen. Er lädt den Kofferraum voll, geht in den Kindergarten aufbauen, fährt nochmal für drei Stunden ins Büro und nun sitzt er wieder im Kindergarten.

Der Farbeimer ist unangetastet. Ein, zwei Punkte der Liste konnte ich abhaken. Ich schreibe erstmal einen Blogbeitrag und mache ein weiteres Häkchen…

Karussellfahrt

Jedes Jahr irgendwann im Sommer kommt sie meistens, die Feststellung der Kinder: Wir waren dieses Jahr noch gar nicht im großen Freizeitpark! Wann fahren wir? Wir waren auch dieses Jahr.

Unsere Familie ist in Sachen Nervenkitzel sehr zwiegespalten. Der Mann steigt ins Kettenkarussell, in die drehenden Tassen und in eigentlich alles, sofern es ausschließlich vorwärts fährt und einem dabei nicht durch große Gefälle oder massive G-Kräfte den Magen umdreht. Mit anderen Worten: ich darf die Kinder beim Achterbahnfahren begleiten. Dafür hasse ich das Kettenkarussell.

Trotzdem bin ich froh, dass die ganz großen Achterbahnen erst ab einem Alter erlaubt sind, in dem ich dann nicht mehr mit einsteigen muss. Dieses Jahr bin ich an die Grenze des mir Möglichen gestoßen, indem ich mit der verrückten Tochter zum ersten Mal die große Holzachterbahn gefahren bin. Der große Sohn ist nicht ganz so verrückt und schüttelt darüber nur den Kopf. Das große wilde Mädchen kennt allerdings keine Angst.

Ungefähr so läuft es im übertragenen Sinne auch gerade bei uns im richtigen Leben. Wir fahren Achterbahn. Alles geht rasend schnell. Manchmal hilft nur Augen zu und durch. Und weiteratmen. Manchmal dreht sich einem auch der Magen um. Aber oft ist es auch alles ziemlich schön.

Und manchmal muss man eben auch mal aussetzen und aus dem ganzen Rummel aussteigen…

Und irgendwann kann man dann auch wieder mitfahren 🙂

Sonntagsantwort Nr. 17

Das ist ein gemeinsames Projekt von Christaund mir … Erläuterung siehe hier im ersten Beitrag in meinem alten Blog…

Bist du gern allein?

Kurz und knapp: Ja, ich bin gerne allein. Meine Familie ist das Zentrum meiner Welt, aber ich brauche diese Zeit mit mir allein als Gegenpol. Jetzt stehen die Sommerferien an. Das heißt, ich muss 6 Wochen ohne diese Zeit auskommen. Das ist jedes Jahr eine Herausforderung für mich.

Wir haben wirklich viel geplant in diesen Ferien: Wir haben ein paar Tage Urlaub im Schwarzwald gebucht. Ich werde eine ganze Woche mit dem Mann allein sein, weil die Kinder in ein Zeltlager möchten. Die Geburtstage der Kinder und des Mannes werden gefeiert. Wir werden die Zimmer der Kinder und unser Zimmer renovieren. Ich freue mich auf alles davon und scharre schon ungeduldig mit den Hufen. Aber ich werde am zweiten Schultag nach den Ferien das Telefon ausschalten, die Rollläden runterlassen, die Klingel abstellen und den Tag auf dem Sofa verbringen. Je nach Wetterlage auch auf dem im Garten. Und ich werde diesen Tag feiern.

Nächste Frage

Christa möchte am kommenden Sonntag wissen: „Glaubst du an die Vorhersehung?“

Früher Morgen

Es ist Sonntag. Und es ist viel zu früh. Es ist noch nicht einmal 5 Uhr und ich liege schon über eine Stunde wach und kann nicht mehr schlafen. Inzwischen habe ich über dies und das nachgedacht.

Da ist diese eine Sache, die schon längst erledigt gehört hätte…

Ich bin mir sicher, dass ich nochmal hätte üben müssen für den Auftritt später (wir haben Konfirmation und singen). Ich werde versagen…

Ich habe beschlossen, unseren alten Esstisch nur neu zu lackieren, statt einen neuen zu den schon neuen Stühlen zu kaufen. Nicht, dass der Tisch besonders hochwertig wäre, aber ein neuer Esstisch nach unseren Wünschen kostet ein Arm und ein Bein…

Mir ist eingefallen, dass ich vergessen habe, einen Teil eines Geschenks zu besorgen. Zum Glück ist das nur ein Gutschein, den ich auch ausdrucken kann…

Ich habe Durst und mein Wasser am Bett vergessen…

Ich habe Sodbrennen…

Und da ist dieser eine Kontakt, den ich vermittelt hatte. Es wurden Abmachungen getroffen. Und ich muss jetzt leider eine Hoffnung zerstören und jemandem erklären, warum diese nicht eingehalten werden. Das liegt wie ein Stein im Magen…

Ich muss noch eine weitere schlechte Nachricht überbringen. Ein junger Mensch bat mich um Hilfe. Er hat selbst verschuldete Probleme mit seiner Schule und zu spät den Ernst der Lage erkannt. Ein paar Telefonate und ein langes Gespräch mit einem Freund vom Fach später werde ich ihm nun sagen müssen, dass ich ihm den Hintern nicht retten können werde. Es ist zu spät dafür. Noch ein Stein im Magen…

Da ich nun schreibend am Rechner sitze, bin ich inzwischen aufgestanden. Das hat ja so keinen Sinn. Der Hund ignoriert mich. Ich weiß, dass da ein furchtbar langer Tag auf mich zukommt. Inzwischen wird es draußen hell. Die Beleuchtung am Gartensofa ist schon ausgegangen. Nur das Glas auf dem Tisch leuchtet noch. Ich habe meine erste Runde im Garten gemacht. Die mir unbekannten Vögel, die im Haselnussstrauch hinten am Zaun brüten, haben mich vollgemotzt. Es ist jetzt noch ihr Revier. Ich habe dort noch nichts zu suchen. Die Meisen im Nistkasten sind aber noch nicht unterwegs.

Mein Kaffee ist fertig.

Eine Geschichte

Ich dachte, ich erzähle euch heute mal, wo das Mohn-Foto da oben herkommt. Bevor ich es wieder austausche, weil es irgendwann nicht mehr passt…

Eine besondere Geburtstagsparty

Wir haben ein befreundetes Paar, die beide am gleichen Tag Geburtstag haben und gleich alt sind. Die beiden feiern ihren Doppelgeburtstag jedes Jahr draußen jenseits der Zivilisation auf einer Pferdekoppel. Die Pferde sind dann natürlich auf einer anderen Koppel. Zu diesem Anlass reisen die Menschen sehr weit an, bauen teilweise ihre Zelte auf der Koppel auf oder stellen ein Wohnmobil hin. Es gibt ein großes Lagerfeuer und mehrere Pavillons, weil gefeiert wird bei jedem Wetter. Traditionellerweise landet irgendwann nachts der Weihnachtsbaum vom letzten Jahr im Feuer. Und ebenfalls Tradition ist ein kräftiger Regenguss zwischendurch. Das ist nötig für das rustikale Flair und damit man im nächsten Jahr wirklich daran denkt, das hübsche Schuhe, ein festliches Outfit und Make-up gänzlich unnötig sind. Spätestens wenn der Dackel, der vor drölfzig rumlaufenden größeren Hunden dann doch einigen Respekt hat, auf meinem Schoß Zuflucht gesucht hat, sind die Klamotten hinüber. Den Rest macht dann der Lagerfeuergeruch…

Klingt chaotisch? Ist es auch. Und sehr großartig! Letzte Woche war es wieder soweit. Leider war das große Kind dann just an diesem Tage krank mit Fieber und wir knobelten aus, wer mit ihm zu Hause bleibt. Ich zog den Kürzeren. Und ich hörte, ich habe echt was verpasst 🙂

Und das Bild?

Es ist vom letzten Jahr. Die Ländereien rund um die Pferdekoppel sind sehr weitläufig. Da wachsen viele Obstbäume, eine Million Holunderbüsche und dann ist da noch diese wundervolle Wildblumenwiese, für die ich mich im Abendlicht immer ein Stündchen von der Party wegschleiche…

Ich freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr!