Archiv des Autors: Frau mit Facetten

Schnell noch ein bisschen sortieren…

Ihr merkt es vielleicht: so richtig glücklich bin ich mit meinem Blogdesign hier noch nicht gewesen. Also habe ich nochmal etwas umgebaut. Ich kann mich einfach mit diesen „Weiterlesen“-Buttons nicht anfreunden. Jetzt sind sie weg.

Außerdem habe ich heute meinen Schreibtisch aufgeräumt. Yeah! Sogar IN den Schubladen! Nochmal Yeah! Ich kann jetzt richtig loslegen und es gibt viel zu tun 🙂

Hier ist heute der letzte Ferientag. Die Kinder haben sich eine Freundin zum Vokabeln lernen eingeladen und sie sind ein wenig genervt davon, dass ich darauf bestehe, dass sie das wenigstens die Hälfte der Zeit auch tun. Aber morgen geht’s hier wieder los und weil es Ende des Monats Halbjahreszeugnisse gibt, geht es vermutlich recht stramm los.

Damit war es dann heute auch nichts mit meiner täglichen großen Spazierrunde. Weil ich aber wirklich viel geschafft habe, geht das einen Tag in Ordnung, denke ich. Dafür war ich gestern gegen Abend wieder lang unterwegs und das war richtig schön:

Insgesamt bin ich in der vergangenen Woche über 30 km gelaufen, habe jeden Tag (ab 1. Januar) zwischen 10.000 und 15.000 Schritte geschafft und habe recht gesund gegessen. Ich werde nur jeden Monatsersten auf die Waage steigen, aber es fühlt sich nach einem guten Weg an…

Der Tag…

Hier wird durchgestartet. Mehr Bewegung ist eines der Dinge, die ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe. Deshalb habe ich mir heute den Dackel geschnappt und war fast zwei Stunden draußen unterwegs. Das tat gut…

Allerdings ist Alwin hinterher so platt von der langen Runde, dass er danach erstmal den restlichen Tag in seinem Körbchen verschläft. Heute Abend wollte er nicht mal seine Abendrunde gehen.

Währenddessen hat der Mann den Beamer im Wohnzimmer wieder richtig angeschlossen und endlich können wir wieder Filme auf der Leinwand schauen. Ich habe den Baum rausgeschmissen und die Weihnachtssachen eingemottet – so früh wie schon lange nicht mehr. Aber das Weihnachtsgefühl wollte sich dieses Mal sowieso nicht wirklich einstellen. Und jetzt bin ich sehr auf Neuanfang eingestellt und scharre mit den Hufen. Der neue Teppich ist auch verlegt.

gelaufen: 12.000 Schritte

geschaut: mit der Tochter abends im Heimkino den ganz alten „Jumanji“

gegessen: Feldsalat mit Champignons, leider habe ich danach noch den Rest des Silvester-Tiramisus im Kühlschrank gefunden und die Kalorienbilanz war im Eimer. Aber dafür ist nun morgen kein Tiramisu mehr da.

gelernt: dass mein Handy seit dem letzten Update ohne mein Zutun und ohne mich darüber zu informieren alle Fotos im neuen heic-Dateiformat abspeichert und mein Photoshop das noch nicht lesen kann. Das ist sehr schade. Es hat mich kurz etwas Kopfzerbrechen gekostet, aber letztendlich habe ich meine Handybilder doch bearbeitet bekommen. Ich füge den Plänen für dieses Jahr hinzu: öfter die „richtige“ Kamera mitnehmen 😉

Hallo neues Jahr!

Ich hoffe, ihr hattet alle eine wundervolle Weihnachtszeit und seid gut im neuen Jahr gelandet. Wir sind es. Ich habe im alten Jahr viel in meinem Herzen bewegt. Alles in allem war es ein gutes Jahr. Es ging mir ziemlich oft gut. Ich habe mutige Schritte gewagt. Ich habe mir wichtige Menschen in mein Herz gelassen. Und ich habe mich andererseits abgegrenzt an Stellen, an denen das nötig ist. Insgesamt tut mir das alles gut, auch wenn mir mancher Rückzug sehr schwer fiel.

Im neuen Jahr wird vieles sehr neu für mich. Es gilt, den besonders in den vergangenen zwei Monaten gereiften Entschluss auch umzusetzen. Und ich freue mich auf den Richtungswechsel und den daraus folgenden ganz neuen Weg. Und das beste daran ist: es ist nur für mich!

Ich wünsche euch ein wundervolles Jahr 2020!

Das zweite Lichtlein…

Eine Kerze nach der anderen leuchtet und so langsam weicht auch die Anspannung, die der Beginn der Adventszeit bei uns so mit sich bringt – einfach deshalb, weil da zusätzlich zu den privaten Aufgaben noch sehr viele ehrenamtliche Dinge zu tun sind. Und möglicherweise wäre es besser gewesen, mit der letzten Renovierung bis dahin durch zu sein. Aber nun kehrt Ruhe ein und adventliche Stimmung. Und das Schlafzimmer ist auch fast fertig renoviert 😉

An den Adventssonntagen ist immer etwas Besonderes und Größeres in den Adventskalendern der Kinder. Gestern war es ein Familien-Kinobesuch. Spätestens seit dem Trailer, in dem der lustigste Schneemann der Welt eine Hildegard im Wald sucht und sich dabei kaputtlacht wollte sogar der große Sohn den zweiten Teil der Eiskönigin sehen. Dabei haben wir das tolle Kino in Speyer für uns entdeckt. Eigentlich sind wir immer per Brücke über das große Wasser gefahren, um eins der Kinos in der großen Nachbarstadt zu besuchen. Da wir aber hier seit einer gefühlten Ewigkeit verkehrstechnisch „eine Situation“ haben, versuchen wir uns mehr und mehr auf unserer Uferseite zu orientieren.

Ich hoffe, ich spoilere jetzt niemanden, aber Hildegard gibt es nicht. Dafür wurde ich an weise Worte erinnert, die nicht neu sind, aber die ich leider immer wieder vergesse, sobald ich mich überfordert fühle: Wenn der Berg vor dir unbezwingbar groß erscheint, zählt immer nur der nächste Schritt. Wenn ich das mal als klangvolle Weisheit irgendwo finde, hänge ich es mir an den Kühlschrank… (hat bestimmt in Wirklichkeit schon Konfuzius gesagt)

Apropos Kühlschrank: Dort hängt seit dem Wochenende auch die sehr schlaue Weihnachtskarte von der liebsten Internetfreundin… Danke <3

In diesem Sinn also: Weiteratmen! Und nur den nächsten Schritt machen, oder so 😉

Mein Montag

Montag Morgen, der 11. November. Nachdem der große Sohn nach einer langen Erkältung, die hauptsächlich aus einem richtig üblen Husten bestand, heute wieder zur Schule gehen will, könnte ich mich endlich prima an meine To-Do-Liste machen. Ich ergänze die Liste um drölfzig Punkte und übertrage Termine aus meinem Papierkalender in den elektronischen Kalender. Da bleibt wohl nicht mehr viel Woche übrig…

Der Hund hat einen undefinierbaren Allergieschub und einen Abszess hinterm Ohr und wir haben diese Woche endlich unseren Termin in der Tierklinik, nachdem ich mich von unserem regulären Tierarzt dezent über den Tisch gezogen fühle. Ich habe den elften (!) Zahnarzttermin des Jahres. Bis Ende der Woche muss ich einen Gemeindebrief erstellt haben. Und ein lang erwarteter und vielleicht zukunftsentscheidender Termin steht morgen drin. Allerdings müsste ich dazu einen vollständigen Lebenslauf vorlegen. Meinen Lebenslauf habe ich allerdings seit 12 Jahren nicht aktualisiert. Mein Gehirn blubbert schon ein bisschen…

In unserem Schlafzimmer haben wir am Wochenende unser altes Bett abgebaut. Vor 18 Jahren haben wir beide dieses Bett zusammen selbst gebaut und ein bisschen Wehmut ist jetzt dabei. Aber es reicht nun. Das neue Bett steht in seinen Kartons bereits im Flur und wartet darauf, zusammengebaut zu werden. Nur noch schnell streichen. Grün soll das Schlafzimmer werden. Ich freu mich drauf und hole den Farbeimer und den ganzen Kram zu abkleben. Immerhin liegt jetzt schon alles bereit. Aber die Zeit dafür fehlt…

Weil ich nicht weiß, wo ich zuerst hinlangen soll, ziehe ich mich an und beginne mit einem langen Spaziergang mit dem Hund. Das tut gut. Das Gehirn hört auf mit blubbern. Kurz nachdem ich zu Hause bin, kommt auch – Überraschung – der Mann zur Tür hereingeschossen. Achja, es ist St. Martin. Wir haben seit über vier Jahren kein Kind mehr im Kindergarten, aber wie jedes Jahr fragt der Kindergarten nach technischem Beistand für die Veranstaltung und der Mann packt seinen Technikkram zusammen. Er lädt den Kofferraum voll, geht in den Kindergarten aufbauen, fährt nochmal für drei Stunden ins Büro und nun sitzt er wieder im Kindergarten.

Der Farbeimer ist unangetastet. Ein, zwei Punkte der Liste konnte ich abhaken. Ich schreibe erstmal einen Blogbeitrag und mache ein weiteres Häkchen…

Karussellfahrt

Jedes Jahr irgendwann im Sommer kommt sie meistens, die Feststellung der Kinder: Wir waren dieses Jahr noch gar nicht im großen Freizeitpark! Wann fahren wir? Wir waren auch dieses Jahr.

Unsere Familie ist in Sachen Nervenkitzel sehr zwiegespalten. Der Mann steigt ins Kettenkarussell, in die drehenden Tassen und in eigentlich alles, sofern es ausschließlich vorwärts fährt und einem dabei nicht durch große Gefälle oder massive G-Kräfte den Magen umdreht. Mit anderen Worten: ich darf die Kinder beim Achterbahnfahren begleiten. Dafür hasse ich das Kettenkarussell.

Trotzdem bin ich froh, dass die ganz großen Achterbahnen erst ab einem Alter erlaubt sind, in dem ich dann nicht mehr mit einsteigen muss. Dieses Jahr bin ich an die Grenze des mir Möglichen gestoßen, indem ich mit der verrückten Tochter zum ersten Mal die große Holzachterbahn gefahren bin. Der große Sohn ist nicht ganz so verrückt und schüttelt darüber nur den Kopf. Das große wilde Mädchen kennt allerdings keine Angst.

Ungefähr so läuft es im übertragenen Sinne auch gerade bei uns im richtigen Leben. Wir fahren Achterbahn. Alles geht rasend schnell. Manchmal hilft nur Augen zu und durch. Und weiteratmen. Manchmal dreht sich einem auch der Magen um. Aber oft ist es auch alles ziemlich schön.

Und manchmal muss man eben auch mal aussetzen und aus dem ganzen Rummel aussteigen…

Und irgendwann kann man dann auch wieder mitfahren 🙂

Wenn die Welt ein bisschen Kopf steht

Manchmal hilft eben nur ein Rückzug. Der Sommer war … anspruchsvoll. Möglicherweise hatten wir uns – hatte ich mir – einfach zu viel vorgenommen. Dunkel erinnere ich mich daran, dass mir das im letzten Sommer auch schon so ging… Und auf einmal ist Oktober 🙂

Auf einmal sind wir schon wieder in den Herbstferien. Beide Kinder gehen nun seit ein paar Wochen auf die gleiche weiterführende Schule. Der große Sohn hat sich in den letzten beiden Jahren in atemberaubendem Tempo in die Pubertät gestürzt und kaum einer will glauben, dass er erst 12 ist. Auch das Töchterlein hat einen Entwicklungsschub hingelegt, dass mir zeitweise schwindelig wurde. Und ja, ich weiß, das ist erst der Anfang. Insgesamt gesehen ist das wundervoll und ich genieße diese Zeit sehr. Große Kinder sind toll!

Sonntagsfrage Nr. 20

Das ist ein gemeinsames Projekt von Christa und mir … Erläuterung siehe hier im ersten Beitrag in meinem alten Blog…

Magst Du Jubiliäumstreffen?

Das war die Frage von Christa am vergangenen Sonntag. Und sie meint Klassentreffen oder Kommunions-, Konfirmations- bzw. Jugendweihetreffen oder auch KollegInnentreffen. Hm… wir hatten bisher zwei Klassentreffen. Die fand ich eigentlich ganz schön und ich habe mich gefreut, die alten Mitschüler mal wieder zu sehen. Aber das reicht mir auch alle paar Jahre. Gerade letztes Jahr war eins. Wir trafen uns auf dem Stadtfest unserer alten Heimatstadt am Getränkestand und das war sehr lustig. Ich habe das allerdings wegen einem kranken Kind sehr früh abgebrochen. Aber ich hörte, später war doch ganz schön 😉

An „Jugendweihe“ habe ich kaum Erinnerungen, obwohl ich sie erlebt haben sollte. Konfirmationsjubiläen wird es für mich nicht geben, weil ich nicht konfirmiert wurde. Ich habe mich ja erst mit Ende 30 taufen lassen. KollegInnentreffen habe ich versucht. Das war immer irgendwie komisch. Abgeschlossene Kapitel dieser Art sollten für mich abgeschlossen bleiben…

Nächste Frage

Ich wüsste gern: „Was für ein Urlaubstyp bist du?“ Meer oder Berge? Städte oder Wildnis? Zelt oder Hotel? Auf gut Glück oder minutiös durchgeplant? Oder ganz anders? Ich bin gespannt!

Sonntagsfrage Nr. 19

Das ist ein gemeinsames Projekt von Christa und mir … Erläuterung siehe hier im ersten Beitrag in meinem alten Blog…

Bist du ein Gartenmensch?

Das Haus, in dem ich meine Kindheit verbrachte, hatte einen sehr großen Garten, den wir benutzen durften. Einen alten und wilden Garten. Mein Vater hatte begonnen, ihn neu zu erschließen. Aber dann wurde er krank… Mein Stiefvater später führte das irgendwie fort, aber dann auf seine Weise. Wir bekamen einen riesigen Sandkasten, eine Schaukel, eine Wippe, einen Sitzplatz… Die alten Obstbäume und die vielen Beerensträucher durften auch bleiben. Ich verdanke diesem Garten die glücklichen Momente meiner Kindheit. Womöglich war das eines der wenigen Dinge, die mein Stiefvater gut gemacht hat…

Ich wuchs also im Grünen auf. Aber nach meinem Auszug mit 16 habe ich ohne Garten gelebt und auch keinen vermisst, bis der Mann und ich unser Haus kauften. Seitdem habe ich viel Grünzeug getötet, aber auch sehr viel gelernt. Ich liebe meinen Garten. Er ist zwar weit entfernt von perfekt, aber das ist auch nicht mein Anspruch. Es wird jedes Jahr hübscher. Es wächst Essbares. Und es gibt vier Eckchen zum sitzen oder liegen, zum entspannen oder plaudern. Ja, ich bin ein Gartenmensch. Das ist ziemlich praktisch, weil gerade jetzt im Sommer das Leben hauptsächlich draußen stattfindet.

Nächste Frage

Die stellt diese Woche Christa…

Sonntagsantwort Nr. 18

Das ist ein gemeinsames Projekt von Christa und mir … Erläuterung siehe hier im ersten Beitrag in meinem alten Blog…

Glaubst du an die Vorsehung?

Das wollte Christa letzte Woche von uns wissen – zumindest habe ich das so verstanden und aus der Vorhersehung eine Vorsehung gemacht 🙂

Ich mache die Antwort mal kurz, weil da eine Migräne im Anrollen ist… Aber um diese Frage überhaupt zu beantworten, habe ich das Wörterbuch um eine Definition bemüht. Dort steht „Die Vorsehung ist eine über die Welt herrschende Macht, die in nicht beeinflussbarer oder zu berechnender Weise das Leben der Menschen bestimmt und lenkt.“

Viele, die schon länger bei mir lesen, wissen, dass ich ehrenamtlich bei der evangelischen Kirche arbeite. Vermutlich könnte man das jetzt sehr theologisch beantworten, aber das ist nicht mein Gebiet. Soweit lehne ich mich lieber nicht aus dem Fenster 😉 Ich glaube, uns allen wurde dieser wundervolle blaue Platz im Universum gegeben und dieses Leben. Durch Fügung, Schicksal, Zufall, Evolution, Gott … bei solchen Gesprächen darüber rage ich mich sehr oft, ob wir nicht einfach nur ziemlich viele verschiedene Wörter und Erklärungsversuche für die gleiche „über die Welt herrschende Macht“ haben und damit dieses eigentlich unerklärliche Wunder zu erklären versuchen. Meins ist Gott und ja, daran glaube ich.

Aber ich glaube auch daran, dass es in der Hand jedes einzelnen Menschen liegt, wie er diese Gabe nutzt und dieses Leben lebt. Der Lauf meines Lebens ist nicht vorbestimmt – ich weigere mich, zu glauben, dass das Schlimme und auch das Gute in meinem Leben so geplant war – mein Schicksal. Viele schlimmen Dinge sind passiert, weil Menschen in meiner Umgebung und auch ich selbst folgenschwere Entscheidungen getroffen haben, die mir schaden. Und auch die guten Dinge in meinem Leben passieren nicht einfach so. Die habe ich mir erarbeitet. Ich habe sie geschafft. Sie resultieren ebenfalls aus Entscheidungen, die ich selbst getroffen habe und die nahestehende Menschen mitgetragen habe – was wiederum deren Leben beeinflusst. Nein, an diese Art Vorsehung glaube ich nicht. Das Leben ist, was wir draus machen! Und ich entscheide, welche Art Mensch ich selbst sein will.

Nächste Frage

Bist du ein Gartenmensch?