Archiv für den Monat: Mai 2019

Herr Rabe

Das hier ist Herr Rabe. Herr Rabe ist eigentlich eine Rabenkrähe und wohnt in dem großen Magnolienbaum meiner Schwägerin. Das ist so nebenbei bemerkt übrigens die riesigste Magnolie, die ich jemals gesehen habe. Von der frisch gestutzten Walnuss kann man aber viel besser sehen 🙂

Herr Rabe spaziert morgens immer über das Balkongeländer und kontrolliert, ob da vielleicht etwas Fressbares liegen geblieben ist. Frau Rabe ist da etwas zurückhaltender. Ab und zu kommt sie aber auch auf den Balkon, wenn keine Menschen in der Nähe sind. Sie tunkt alles, was sie findet, vornehm ihn die Vogeltränke, bevor sie es frisst.

Es ist so interessant, die beiden zu beobachten. Viele Menschen wollen Rabenkrähen im Garten verhindern und bei sehr kleinen Gärten ergibt das durchaus Sinn. Sie fressen auch die Eier und Jungvögel anderer Vögel, wenn sie die Möglichkeit bekommen. Aber sie fressen eben auch die Tiere, die aus anderen Gründen nicht überleben oder die die Nachbarkatze liegen lässt, nachdem sie ihren Spaß hatte. Das Gelände bei der Schwägerin ist groß und vielseitig genug, damit neben dem Rabenpaar trotzdem viele kleinere Vögel dort leben. Im Nachbarbaum brütet immer ein Graureiherpaar. Das Futterangebot ist insgesamt groß. Und die Anwesenheit dieses einen Rabenpaares hilft seit Jahren, dass keine anderen Raubvögel in den Garten kommen. Es funktioniert gut.

Sonntagsantwort Nr. 14

Das ist ein gemeinsames Projekt von Christa und mir … Erläuterung siehe hier im ersten Beitrag in meinem alten Blog…

Führst du ein Tagebuch?

Diese Frage hat Christa gestellt und bevor nun auch der Montag vorbei ist, will ich sie schnell beantworten. Wir hatten ein tolles Wochenende, waren viel unterwegs und der Laptop war in eine Schublade verbannt.

Nein, eigentlich führe ich kein Tagebuch. Ich habe es wirklich oft versucht in meinem Leben, weil mir schon irgendwie klar war, das Tagebuch führen eine gute Sache ist. Ich habe aber nie länger als ein paar Tage durchgehalten. Selbst bei einer Woche Urlaub schaffe ich es nicht, mich jeden Abend hinzusetzen und eine Reisetagebuch zu schreiben. Ich weiß nicht, warum das so ist.

Auch so ein Blog kann ja eine Art Tagebuch sein. Aber über die Jahre bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass man die wirklich wichtigen privaten Momente doch nicht ins Netz stellt.

Und trotzdem habe ich sowas wie ein „Tagebuch“

Mein Tagebuch besteht aus Fotos. Manchmal mit ein paar Worten versehen, wenn ich das Foto irgendwo weiterverwendet habe – als Kalender, als Fotobuch, im Blog, bei Instagram… Gerade Instagram fühlt sich für mich am ehesten als eine Art Tagebuch an. Dort habe ich keinen großen fotografischen Anspruch an meine Bilder. Es geht nur um den Moment, festgehalten meist mit dem Handy, manchmal aber auch mit der „richtigen“ Kamera. Inzwischen gibt es dort fast 1400 „Momente“ (meinen Instagram-Feed findet ihr in der rechten Blogspalte) und ich scrolle ganz gerne mal zurück.

Welchen Erinnerungswert die Instagram-Schnappschüsse oder auch die vielen Fotos auf meiner Festplatte (seit 18 Jahren fotografiere ich digital) wirklich haben, merke ich manchmal erst, wenn ich Jahre später irgendwann durch alte Bilder stöbere. Die Bilder reichen oft, um Erinnerungen an Erlebnisse oder Emotionen zu wecken.

Ich bin mir sicher, mit normalen Fotoalben wäre das anders. Auch solche habe ich erstellt. Aber man macht doch immer nur Abzüge von Bildern, die in irgendeiner Art und Weise das Kriterium „gutes Bild“ erfüllen und die man auch der Verwandschaft vorlegen würde. Meine Meinung darüber ändert sich bei jedem Mal durchsehen 😉

Das Beitragsfoto oben ist letzte Woche im Garten entstanden. Die Rosen fahren alles auf, was sie können…

Nächste Frage

Am kommenden Sonntag wüsste ich gern wieder ganz banal von euch: Wie sieht euer Frühstück aus? Ich hätte da womöglich ein paar Fotos für euch 😉

Eine Geschichte

Ich dachte, ich erzähle euch heute mal, wo das Mohn-Foto da oben herkommt. Bevor ich es wieder austausche, weil es irgendwann nicht mehr passt…

Eine besondere Geburtstagsparty

Wir haben ein befreundetes Paar, die beide am gleichen Tag Geburtstag haben und gleich alt sind. Die beiden feiern ihren Doppelgeburtstag jedes Jahr draußen jenseits der Zivilisation auf einer Pferdekoppel. Die Pferde sind dann natürlich auf einer anderen Koppel. Zu diesem Anlass reisen die Menschen sehr weit an, bauen teilweise ihre Zelte auf der Koppel auf oder stellen ein Wohnmobil hin. Es gibt ein großes Lagerfeuer und mehrere Pavillons, weil gefeiert wird bei jedem Wetter. Traditionellerweise landet irgendwann nachts der Weihnachtsbaum vom letzten Jahr im Feuer. Und ebenfalls Tradition ist ein kräftiger Regenguss zwischendurch. Das ist nötig für das rustikale Flair und damit man im nächsten Jahr wirklich daran denkt, das hübsche Schuhe, ein festliches Outfit und Make-up gänzlich unnötig sind. Spätestens wenn der Dackel, der vor drölfzig rumlaufenden größeren Hunden dann doch einigen Respekt hat, auf meinem Schoß Zuflucht gesucht hat, sind die Klamotten hinüber. Den Rest macht dann der Lagerfeuergeruch…

Klingt chaotisch? Ist es auch. Und sehr großartig! Letzte Woche war es wieder soweit. Leider war das große Kind dann just an diesem Tage krank mit Fieber und wir knobelten aus, wer mit ihm zu Hause bleibt. Ich zog den Kürzeren. Und ich hörte, ich habe echt was verpasst 🙂

Und das Bild?

Es ist vom letzten Jahr. Die Ländereien rund um die Pferdekoppel sind sehr weitläufig. Da wachsen viele Obstbäume, eine Million Holunderbüsche und dann ist da noch diese wundervolle Wildblumenwiese, für die ich mich im Abendlicht immer ein Stündchen von der Party wegschleiche…

Ich freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr!

Kaum richtig eingezogen…

… und schon stellt sie die Möbel um 🙂

Ich war zwar eigentlich recht zufrieden mit meinem neuen moderneren Design hier, bin jetzt aber trotzdem zu einem etwas traditionellerem Blogoutfit zurückgekehrt. Der Slider oben, der sich immer drei zufällige Beiträge rauspickt, hat zu Verwirrungen geführt. Und meine liebsten Menschen in der Bloggerwelt habe ich jetzt auch endlich hier verlinkt <3

Ich wäre übrigens ganz dankbar für Hinweise, wenn etwas nicht funktioniert. Ich habe so eine Seite noch nie ganz selbst auf die Beine gestellt und übe noch. Und ich suche manchmal noch etwas die Orientierung in der Fülle der Möglichkeiten, die sich hier bieten.

Sonntagsantwort Nr. 13

Das ist ein gemeinsames Projekt von Christa und mir … Erläuterung siehe hier im ersten Beitrag in meinem alten Blog… Und ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die Antwort auch irgendwann mal sonntags bei mir kommt. Aber derzeit ist bei uns mal wieder alles gleichzeitig und deshalb sehr durcheinander. Möglicherweise klappt das erst an dem Tag, an dem ich aufhöre, spontan zu schreiben und statt dessen wie ein richtig guter Blogger meine Beiträge früher vorbereite 😉 Also… kommen wir zur letzten Frage:

Wann warst du zuletzt im Kino?

Das war tatsächlich erst vor kurzem. Am 11. Mai um genau zu sein. Meine Kinder sind sehr große Marvel-Fans und inhalieren alles, was aus dem Marvel-Universum kommt, sofern ich sie lasse. Meistens lasse ich sie, wenn ich Zeit habe, mit ihnen zu schauen. Also habe ich mir ein paar Tage dieses „Mama! ALLE haben schon ‚Avengers – The Endgame‘ gesehen! Nur wir nicht!“ in Endlosschleife und in allen Variationen angehört. Dann habe ich mich diesem Ruf gebeugt. Und weil wir „Avengers – Infinity War“ bis zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht gesehen hatten, haben wir freitags abends einen Sofa-Filmabend gemacht und gleich am nächsten Tag bin ich mit den Kindern ins Kino.

Soweit, so schön. Wir gehen wirklich gern ins Kino. Ich liebe das schon immer. Als Ost-Kind bin ich einem sehr schmalen Kinoprogramm groß geworden. Aber ich liebte es einfach, mich in diesem dunklen Kinosaal in meinen Sessel zu drücken. Meistens lief dann irgendein Winnetou mit dem kleinen Maulwurf im Vorprogramm. Hach… Heute gehen wir trotzdem sehr selten ins Kino. Warum? Der Avengers-Event mit den Kindern – also zu dritt – hat uns insgesamt 70 Euro gekostet. Sicherlich hätte 2D gereicht und natürlich hätte man auch kein Popcorn gebraucht. Und glücklicherweise müssen wir auch nicht jeden Euro zweimal rumdrehen. Aber mal ehrlich: Muss das sein? Gar nicht auszudenken, wie oft wir im Kino wären, wenn der Preis für ein solches Erlebnis nicht gleich die Dimension eines Geburtstagsgeschenkes hätte. So bleibt es wohl bei ein-, zweimal im Jahr…

Das Bild ist übrigens nicht wirklich „unser“ Kino. Ich brauche hier aber ein Beitragsbild und habe lange gegraben, bis ich dieses eher schlechte Bild aus einem eigentlich sehr tollen Theater hier auf meiner Festplatte gefunden habe…

Nächste Frage

Die nächste Frage kommt wieder von Christa. Sie möchte wissen „Führst du ein Tagebuch?“

Bis bald…

Sonntagsantwort Nr. 12

Das ist ein gemeinsames Projekt von Christa und mir … Erläuterung siehe hier im ersten Beitrag in meinem alten Blog (ja ich weiß, ich muss die alten Beiträge noch hierher umziehen)

Was empfindest du als „rücksichtslos“?

Ich habe tatsächlich immer mal wieder diese Woche darüber nachgedacht und finde diese Antwort schwierig. Und zwar deshalb, weil ich sie jeden Tag anders beantworten würde. An einem Tag rege ich mich über den rücksichtslosen Autofahrer auf, der mich an der Kreuzung noch schnell schneidet. Am nächsten Tage finde ich es rücksichtslos, wenn man mich nicht ausreden lässt. Und am dritten Tag habe ich es vielleicht eilig und finde den langsam vor mir hinschneckenden Autofahrer rücksichtslos oder bin selbst jemandem unangebracht ins Wort gefallen. Womit sich der Kreis zur Frage Nr. 11 von letzter Woche schließt 😉

Was ich als rücksichtslos empfinde, liegt ehrlicherweise oftmals gar nicht so sehr an den anderen, sondern mehr an mir selbst. In den meisten Fällen verliere ich noch nicht mal einen Gedanken an den fremden Autofahrer, der mir vielleicht gerade die Vorfahrt genommen hat, weil ich eigentlich meist sehr gechillt bin beim Autofahren. Bin ich aber innerlich angespannt und hänge mit meinen Gedanken gerade irgendwelchen Problemen hinterher, ticke ich bei sowas schon mal aus.

Rücksichtslos wird es immer dann, wenn einer etwas tut oder sagt ohne Rücksicht darauf, was der Gegenüber dabei denkt oder fühlt. Und so gern wir dieses Verhalten ausschließlich den anderen zuschreiben wollen – ich denke, keiner von uns ist wirklich frei davon, hin und wieder mal in so ein Muster zu verfallen. Ob gerechtfertigt oder nicht, ist dann eine andere Frage…

Die Frage für nächsten Sonntag

Am kommenden Sonntag wüsste ich gern von euch: Wann warst du zuletzt im Kino?

Sonntagsantwort Nr. 11

Das ist ein gemeinsames Projekt von Christa und mir … Erläuterung siehe hier im ersten Beitrag in meinem alten Blog – die alten Beiträge Nr. 1 bis 10 hole ich im Laufe dieser Woche hierher.

Sagst du immer, was du denkst?

Diese Frage habe ich letzte Woche gestellt. Und ich kann sie mit einem ganz klaren „Nein“ beantworten. Ergänzt um ein „nicht immer und leider doch viel zu oft“. Ich bin die, die sich oft den Mund verbrennt, weil ich manchmal schneller rede, als ich denke. Ich bin auch die, die nach tiefgründigeren Gesprächen nachts wach liegt, weil ich darüber nachdenke, was ich besser alles nicht gesagt hätte…

Generell gibt es für mich einen großen Unterschied zwischen „etwas nicht sagen“ und „nicht ehrlich sein“. Lügen ist niemals eine Option. Mal einen Gedanken nicht aussprechen finde ich aber sehr ok. Sofern man rechtzeitig daran denkt… Die Gründe dafür sind vielfältig, individuell und zu akzeptieren…

Die Frage für nächsten Sonntag

Christa stellt die Frage für nächsten Sonntag: Was empfindest du als „rücksichtslos“? Sieht aus, als ob das mal eine Frage ist, mit der ich mich nicht erst spontan am Sonntag befassen sollte. Das ist Stoff zum Nachdenken…

Sonntagmorgen

Ich bin heute fast zwei Stunden vorm Weckerklingeln aufgewacht und fand, dass das eine tolle Zeit zum Aufstehen ist. Die Sonntagsblumen stehen noch im Morgenlicht an meinem Küchenfenster und leuchten wunderschön. Den ersten Kaffee habe ich mir eingefüllt. Jetzt gehe ich noch eine Stunde mit dem Hund in den Wald. Ich habe in den letzten Monaten schon gemerkt, dass ich immer mehr zum Morgenmenschen mutiere. Wenn es mir nur gelingen würde, die Schlafenszeit abends dem anzupassen 😉

Alles neu macht der Mai

Hallo ihr Lieben in meinem neuen Blog – falls denn jetzt schon jemand hier her finden sollte… Ich bin nicht wirklich neu in der Bloggerwelt. Aber ich habe beschlossen, dass ich hierher umziehen möchte und nochmal von vorn beginne. Eigentlich war ich nun viele Jahre im FacettenReich zu Hause. Jetzt möchte ich das selbst in die Hand nehmen und habe mich bei WordPress eingelesen. Noch ist nicht alles, wie ich es mir vorstelle. Ich probiere und teste noch ein wenig rum. Aber im Großen und Ganzen denke ich, ich werde mich hier wohl fühlen. Es wird also noch ein wenig gebaut hier. Auch möchte ich den nächsten Wochen noch ein paar alte Beiträge hierher holen, während die neuen Beiträge für eine gewisse Übergangszeit in beiden Blogs erscheinen werden. Es kribbelt mich nun in den Fingern. Ich möchte hier endlich anfangen…

Unser Ausflug zum 1. Mai

In den Mai gestartet sind wir gestern mit einem Ausflug in den Pfälzerwald. Es war auch ein Kennenlern-Ausflug. Das große Kind, das eigentlich zwar tatsächlich ziemlich groß, aber doch noch recht jung ist, stolpert gerade Hals über Kopf in die Pubertät. Ich bin ein wenig überfahren aber auch sehr fasziniert davon, wie sehr er sich im letzten halben Jahr verändert hat. Und ich bin auch sehr stolz auf ihn, wie gut und selbstverständlich er das bisher meistert. Jedenfalls hat er an Ostern quasi „als Geschenk“ verkündet, er hätte nun eine Freundin. Und gestern wollte er, dass sie mit uns wandern geht. Weil nun aber ihre Eltern auch wissen wollten, was wir so für Leute sind, kam auch ihre Mutter mit.

Privater wird’s jetzt nicht. Aber ich war sehr angenehm überrascht. Ich bin ja nun nicht unbedingt eine, die schnell Kontakte knüpft. An fremde Menschen muss ich mich erst wochenlang rantasten. Und meist muss ich vorher noch den ersten Impuls überwinden, auszuweichen. Aber mit dieser Familie habe ich mich auf Anhieb wunderbar verstanden. Wir haben viel geredet, viel gelacht und uns direkt in den nächsten Tagen zum grillen verabredet. Kind und Freundin sind glücklich und ich glaube, ich habe da auch etwas Erleichterung gesehen.